Choriatiki (χωριάτικη σαλάτα) heißt wörtlich ungefähr „Dorfsalat“ und wird außerhalb Griechenlands meist schlicht als griechischer Bauernsalat bezeichnet.
Was ist der Unterschied zum griechischen Bauernsalat?
Keiner. – Denn die spannende Erkenntnis ist:
Choriatiki und griechischer Bauernsalat sind grundsätzlich dasselbe Gericht.
Aber: Unter „griechischem Bauernsalat“ verstehen wir in Deutschland häufig eine stärker eingedeutschte Variante. Siehe dazu auch mein Rezept “Griechischer Bauernsalat“.
Die Unterschiede im Detail
| Choriatiki klassisch | Häufiger deutscher „Bauernsalat“ |
|---|---|
| Tomaten grob geschnitten | Tomaten teilweise kleiner gewürfelt |
| Gurke grob geschnitten | häufig gewürfelt |
| rote Zwiebel | rote Zwiebel |
| grüne Paprika – je nach Variante | grüne Paprika |
| Kalamata-Oliven | schwarze Oliven verschiedenster Art |
| Feta als Stück/Platte obenauf | Feta oft zerbröselt oder gewürfelt |
| getrockneter griechischer Oregano | Oregano, Kräutermischungen |
| gutes Olivenöl | häufig fertiges Essig-Öl-Dressing |
| Rotweinessig oder je nach Variante gar keine zusätzliche Säure | meist Essig |
| kein Blattsalat | gelegentlich Eisberg/Kopfsalat |
| grobe, rustikale Optik | eher „gemischter Salat“ |
| Tomatensaft + Olivenöl bilden die Sauce | Dressing wird separat angerührt |
| Brot zum Auftunken der Flüssigkeit | meist nicht Bestandteil des Konzepts |
Kommen Essig oder Zitrone in den Choriatiki
Das lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Bei der Choriatiki gibt es unterschiedliche regionale und familiäre Varianten. Häufig wird Rotweinessig verwendet, manche Rezepte kommen dagegen ausschließlich mit gutem Olivenöl aus. Auch Zitronensaft findet sich in verschiedenen Varianten des griechischen Salats.
Für eine möglichst ursprüngliche Variante kannst Du die Choriatiki zunächst ohne zusätzliche Säure zubereiten. Reife Tomaten bringen bereits eine angenehme Säure mit, die sich mit dem Olivenöl, dem Salz und dem Oregano zu einer einfachen, aromatischen Sauce verbindet.
Wenn Du es etwas säuerlicher magst, passt ein kleiner Schuss Rotweinessig ebenfalls sehr gut. Zitronensaft würde ich eher als mögliche Variante und nicht als notwendige Zutat betrachten.
Und was ist mit Paprika?
Paprika gehört nicht zwingend zur klassischen Choriatiki. In der traditionellen Grundform kommt der griechische Dorfsalat mit Tomaten, Gurke, Zwiebel, Oliven, Feta, Oregano und Olivenöl aus.
Grüne Paprika findet man allerdings durchaus in Varianten der Choriatiki. Sie passt mit ihrem herzhaften, leicht herben Geschmack sehr gut zum Salat. Rote Paprika ist süßer und würde ich eher als Variante und nicht als Bestandteil einer klassischen Choriatiki betrachten.

Tipp vom Saucenkaspar
Schwarzer Pfeffer gehört nicht zwingend mit in den klassischen Salat. Salz, Oregano und gutes Olivenöl reichen für die klassische, sehr reduzierte Variante völlig aus.
Knoblauch, Petersilie, Honig oder ein kompliziertes Dressing gehören für mich ebenfalls nicht in die klassische, reduzierte Variante.
Bei einer Choriatiki ist weniger mehr: grob geschnittenes Gemüse, gutes Olivenöl, würziger Feta und Oregano – mehr braucht ein griechischer Dorfsalat eigentlich nicht.
Man nehme
für 4 Personen
Zubereitungszeit
4 reife Tomaten
1 Salatgurke
1 rote Zwiebel
1 grüne Paprika, optional
100–150 g Kalamata-Oliven
200 g Feta am Stück
4 EL natives Olivenöl extra
1 EL Rotweinessig oder etwas Zitronensaft, optional
1 TL getrockneter griechischer Oregano
Salz
Tomaten waschen, vom Strunk befreien und in grobe Spalten schneiden. Am besten direkt in eine große Schüssel oder Servierschale schneiden, damit der austretende Tomatensaft nicht verloren geht.
Die Gurke waschen und in dicke Scheiben oder Halbmonde schneiden. Die rote Zwiebel schälen und in dünne Ringe oder halbe Ringe schneiden.
Die grüne Paprika waschen, entkernen und ebenfalls in größere Stücke oder Ringe schneiden. Die Kalamata-Oliven dazugeben.
Jetzt kommt das Olivenöl darüber. Wenn Du die etwas säuerlichere Variante bevorzugst, gib einen kleinen Schuss Rotweinessig oder Zitronensaft dazu. Mit etwas Salz und dem getrockneten Oregano würzen und alles vorsichtig vermengen. Die Tomaten sollen dabei nicht zerfallen. Der austretende Tomatensaft verbindet sich mit dem Olivenöl zu einer einfachen, aber ausgesprochen aromatischen Sauce. Wenn Du Rotweinessig oder Zitronensaft verwendest, kommt noch etwas mehr Säure dazu.
Zum Schluss den Feta nicht zerbröseln, sondern in einem oder zwei größeren Stücken auf den Salat legen. Noch etwas Olivenöl darüberträufeln und mit getrocknetem Oregano bestreuen.
Anrichten und Servieren
Die Choriatiki rustikal und ohne viel Schnickschnack servieren. Dazu gehört für mich unbedingt gutes, knuspriges Fladenbrot – damit lässt sich am Ende das Olivenöl mit dem Tomatensaft aus der Schüssel aufnehmen.

Mein Fazit
Ein sehr leckerer und authentischer Salat. Zunächst habe ich ihn ohne zusätzliche Säure probiert und anschließend etwas Zitronensaft darübergeträufelt. Das hat dem Choriatiki noch einmal eine neue Dimension verliehen.
Dazu geröstetes Fladenbrot – und der Genuss ist perfekt. Ich empfehle, zum Salat kleine Zitronenschnitze zu servieren. So kann jeder selbst entscheiden, ob und wie viel Zitronensaft er verwenden möchte.
Wichtig: Nur wenig Zitronensaft verwenden. Der Salat soll nicht sauer schmecken. Die Säure soll lediglich die Aromen der frischen Zutaten unterstützen.
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Häufig gestellte Fragen zu Choriatiki (FAQ)
Was bedeutet Choriatiki?
Choriatiki (χωριάτικη σαλάτα) bedeutet sinngemäß „Dorfsalat“ oder „Bauernsalat“. Der Name beschreibt einen einfachen, rustikalen griechischen Salat aus wenigen frischen Zutaten. Auf Englisch findet man häufig die Schreibweise Horiatiki oder Xoriatiki. Gemeint ist jeweils dasselbe Gericht.
Ist Choriatiki dasselbe wie griechischer Bauernsalat?
Grundsätzlich ja. Choriatiki ist der traditionelle griechische Dorfsalat, der im Deutschen meist als griechischer Bauernsalat bezeichnet wird. Allerdings gibt es außerhalb Griechenlands zahlreiche Varianten, die sich in Zutaten und Zubereitung vom klassischen Vorbild unterscheiden.
Was gehört in eine klassische Choriatiki?
Zur klassischen Grundform gehören reife Tomaten, Gurke, Zwiebel, Oliven, Feta, Olivenöl und getrockneter Oregano. Häufig kommt außerdem grüne Paprika dazu. Die Zutaten werden grob geschnitten und rustikal angerichtet.
Kommt Paprika in eine Choriatiki?
Hier gibt es unterschiedliche Varianten. Die klassische Grundbeschreibung der griechischen Tourismusorganisation kommt ohne Paprika aus. In vielen traditionellen Rezepten gehört jedoch grüne Paprika dazu. Rote Paprika ist für die klassische Choriatiki weniger typisch und bringt eine deutlich süßere Note mit.
Kommt Essig oder Zitrone in die Choriatiki?
Beides ist möglich, aber Rotweinessig ist die häufigere Variante in traditionellen Rezepten. Andere klassische Beschreibungen kommen ganz ohne zusätzliche Säure aus und konzentrieren sich auf Olivenöl, Tomaten und Oregano. Zitronensaft ist eher eine mögliche Abwandlung und keine zwingende Zutat.
Welcher Feta gehört in eine Choriatiki?
Am besten passt griechischer Feta aus Schafs- oder Schaf- und Ziegenmilch. Wichtig für die klassische Zubereitung ist weniger eine bestimmte Marke als die Form: Der Feta wird in einem größeren Stück oder Block auf den Salat gelegt und nicht zerbröselt.
Wird der Feta in der Choriatiki zerbröselt?
Traditionell eher nicht. Bei einer klassischen Choriatiki wird der Feta in einem größeren Stück auf dem bereits angerichteten Salat serviert. Das unterscheidet ihn auch optisch von vielen internationalen Varianten des griechischen Salats.
Welche Oliven gehören in eine Choriatiki?
Besonders gut passen Kalamata-Oliven, aber auch andere griechische Oliven werden verwendet. Kalamata und Amfissa gehören zu den bekannten griechischen Tafeloliven.
Gehört Blattsalat in eine Choriatiki?
Nein, zur klassischen Choriatiki gehört kein Blattsalat. Varianten mit Kopfsalat, Eisbergsalat oder anderen Blattsalaten sind außerhalb Griechenlands verbreitet, entsprechen aber nicht der klassischen Grundform. Auch traditionelle Rezeptquellen weisen darauf hin, dass solche Varianten in Griechenland eher selten anzutreffen sind.
Muss eine Choriatiki angemacht werden?
Sie braucht kein kompliziertes Dressing. Gutes natives Olivenöl extra, Oregano und etwas Salz bilden bereits die Grundlage. In vielen Rezepten kommt ein kleiner Schuss Rotweinessig dazu. Die Flüssigkeit der reifen Tomaten verbindet sich dabei mit dem Olivenöl und den Gewürzen.
Warum wird die Choriatiki grob geschnitten?
Die groben Stücke gehören zum rustikalen Charakter des Dorfsalats. Tomaten werden beispielsweise in Spalten, Gurken in dickere Scheiben und Zwiebeln in Ringe geschnitten. Dadurch bleiben die einzelnen Zutaten deutlich erkennbar und der Salat wirkt weniger wie ein fein gemischter Beilagensalat.
Muss man die Choriatiki vor dem Servieren mischen?
Die Gemüsezutaten können vorsichtig mit Olivenöl und gegebenenfalls Essig vermischt werden. Der Feta kommt anschließend als größeres Stück obenauf. So bleibt er weitgehend erhalten und wird nicht zwischen den anderen Zutaten zerdrückt.
Kann man Choriatiki vorbereiten?
Ja. Die Gemüsezutaten lassen sich vorbereiten und bis zum Servieren kühl lagern. Für die beste Konsistenz würde ich den Salat aber möglichst frisch anrichten und erst kurz vor dem Servieren würzen und mit Olivenöl beziehungsweise Essig vermischen.
Wie lange hält sich eine Choriatiki?
Am besten schmeckt sie frisch zubereitet. Nach einiger Zeit werden Tomaten und Gurken weicher und geben zunehmend Flüssigkeit ab. Eine traditionelle Rezeptquelle gibt allerdings an, dass sich die fertige Choriatiki gekühlt auch mehrere Tage aufbewahren lässt.
Was isst man zu Choriatiki?
Choriatiki passt hervorragend zu griechischen Mezze, gegrilltem Fleisch und Fisch. Sie kann im Sommer aber auch als leichtes Hauptgericht serviert werden. Ganz wichtig ist dabei gutes Brot, mit dem sich das aromatische Olivenöl und der Tomatensaft aufnehmen lassen.
Ist Choriatiki vegetarisch?
Ja. Die klassische Choriatiki besteht aus Gemüse, Oliven, Olivenöl, Oregano und Feta und ist damit vegetarisch. Sie ist allerdings wegen des Fetas nicht vegan.
Bezugsquellen
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