Was verbirgt sich hinter dem Trend der Small Plate Restaurants? Ist das die Zukunft der Gastronomie oder einfach nur Tapas unter einem neuen Namen? Und wie lässt sich das Konzept ganz unkompliziert zuhause umsetzen? Schauen wir uns den Trend einmal genauer an.
Small Plate Restaurants – neuer Food-Trend oder einfach Tapas mit neuem Namen?
Vor einigen Jahren sprach jeder von Burgern, dann kamen Bowls, anschließend Street Food und Sharing Plates. Jetzt taucht immer häufiger der Begriff Small Plate Restaurant auf. Klingt modern, international und ziemlich angesagt. Doch steckt dahinter wirklich etwas Neues oder hat man lediglich den gemischten Vorspeisenteller neu verpackt?

Schauen wir uns den Trend einmal etwas genauer an.
Was sind Small Plates?
Das Prinzip ist denkbar einfach:
Statt einer großen Hauptspeise bestellt jeder Gast mehrere kleine Gerichte. Diese werden gemeinsam auf den Tisch gestellt und nach Lust und Laune probiert.
Das Motto lautet:
Gemeinsam genießen statt allein bestellen.
Man bestellt vier, sechs oder sogar zehn kleine Teller und probiert sich gemeinsam durch die Speisekarte.
Gerade jüngere Gäste mögen diese Art des Essens. Niemand muss sich zwischen Pasta oder Fisch entscheiden – man nimmt einfach beides. Und vielleicht noch ein Dessert dazu.
Ist das wirklich neu?
Nicht wirklich.
Wer viel reist oder gerne internationale Küche genießt, kennt dieses Prinzip seit Jahrzehnten.
- In Spanien heißen sie Tapas.
- In Griechenland werden Mezze serviert.
- In Italien beginnt ein Essen oft mit einer großen Platte Antipasti misti.
- Im Nahen Osten gehören Hummus, Baba Ghanoush, Falafel und viele kleine Gerichte traditionell zusammen.
- Auch in China oder Japan bestellt man häufig mehrere Speisen für den Tisch.

Neu ist also weniger das Essen selbst als vielmehr das Restaurantkonzept.
Etwas mehr Geschichte
Das eigentliche Restaurantkonzept entstand bereits in den 1990er- und 2000er-Jahren in Metropolen wie London, New York und Melbourne. Köche begannen, klassische Menüs aufzubrechen und stattdessen viele kleine Teller auf die Speisekarte zu setzen. Inspiration lieferten dabei die Tapas-Kultur Spaniens, griechische Mezze sowie die asiatische Esskultur, bei der mehrere Gerichte traditionell gemeinsam auf dem Tisch stehen.
Eigentlich machen viele von uns das schon seit Jahren, ohne es „Small Plates“ zu nennen. Bei größeren Runden – oft auch bei Geschäftsessen – wurden einfach alle Vorspeisen bestellt und quer über den Tisch verteilt. Jeder probierte überall einmal. Das lockert die Stimmung ungemein auf und ist ein perfekter Icebreaker. Statt steif nebeneinander zu sitzen, kommt man automatisch ins Gespräch.
Auch im Urlaub mit Freunden oder nach einer kleinen Wanderung bestellen wir oft Vorspeisen gemeinsam, um sie dann zu teilen.
Warum wird der Trend gerade so beliebt?
Es gibt gleich mehrere Gründe.
Mehr Abwechslung
Viele Menschen möchten heute möglichst viele Geschmäcker ausprobieren. Statt einer einzigen Hauptspeise kann jeder verschiedene Gerichte testen.
Gemeinsames Essen
Small Plates fördern das gemeinsame Essen. Es wird gereicht, geteilt und diskutiert.
Das Smartphone bleibt häufiger liegen, weil ständig jemand fragt:

„Probier mal hiervon!“
Perfekt für Social Media
Kleine Teller sehen auf Fotos einfach gut aus.
Fünf verschiedene Gerichte wirken deutlich abwechslungsreicher als ein einzelnes Schnitzel mit Pommes.
Wirtschaftlich interessant
Auch für Restaurants kann das Konzept attraktiv sein.
Kleine Portionen wirken hochwertiger, Gäste bestellen häufiger noch einen Teller nach und am Ende landet oft mehr auf dem Tisch als ursprünglich geplant.
Schwappt der Trend gerade nach Deutschland?
Ja – allerdings langsam.
Während in London, Kopenhagen oder New York Small Plates längst zum Alltag gehören, entdecken inzwischen auch viele deutsche Restaurants dieses Konzept.
Besonders in Großstädten findet man immer häufiger Speisekarten mit dem Hinweis:
„Ideal zum Teilen.“
Oft verschwimmen dabei die Grenzen zwischen Restaurant, Weinbar, Bistro und moderner Gastro.
Der Begriff Sharing Plates wird dabei fast ebenso häufig verwendet wie Small Plates.
Was unterscheidet Small Plates von Tapas?
Eigentlich erstaunlich wenig. Schon bei den Tapas gilt das Konzept „para picar“ (zum Knabbern/Teilen)
Tapas stammen aus Spanien und folgen einer langen kulinarischen Tradition.
Small Plates dagegen beschreiben eher die Portionsgröße als eine bestimmte Küche.
Auf einem Small-Plate-Teller kann alles liegen:
- asiatische Dumplings
- italienische Burrata
- koreanisches Fried Chicken
- Garnelen
- Rinder-Tatar
- Blumenkohl aus dem Ofen
- Mini-Burger
- Pasta
- Fisch
- Gemüse
Die Küche wird international, die Portionen bleiben klein.
Kann man das auch zuhause machen?
Unbedingt.
Eigentlich eignet sich kaum ein Konzept besser für einen entspannten Abend mit Freunden.
Anstatt stundenlang ein Drei-Gänge-Menü vorzubereiten, stellt man einfach viele kleine Gerichte zusammen.
Zum Beispiel:
- Oliven
- Käsewürfel
- Datteln im Speckmantel
- Garnelen in Knoblauch
- Hummus
- Aioli
- kleine Frikadellen
- geröstetes Gemüse
- Bruschetta
- Mini-Quiches
- Antipasti
- Pimientos de Padrón
- Falafel
- Kartoffeln mit Dips
So entsteht fast von allein ein abwechslungsreiches Buffet.
Und das Beste:
Viele Gerichte lassen sich bereits Stunden vorher vorbereiten.
Ist Small Plates nur ein neuer Marketingbegriff?
Ein bisschen schon.
Restaurants brauchen schließlich immer wieder neue Begriffe, um Bekanntes spannend wirken zu lassen.
Andererseits beschreibt Small Plates tatsächlich eine veränderte Esskultur.
Heute geht es weniger um den klassischen Dreiklang aus Vorspeise, Hauptgericht und Dessert.
Viele Gäste möchten lieber flexibel essen, verschiedene Geschmäcker ausprobieren und gemeinsam genießen.
Der eigentliche Trend ist deshalb nicht der kleine Teller, der Trend ist das gemeinsame Essen.
Mein Fazit
Wer ehrlich ist, kennt das Konzept schon lange.
Tapas, Mezze, Antipasti oder ein gemütlicher Abend mit vielen kleinen Schälchen auf dem Tisch – all das funktioniert seit Generationen.
Small Plates geben dieser Idee lediglich einen modernen Namen.
Und vielleicht ist genau das das Erfolgsgeheimnis.
Denn manchmal braucht ein guter Klassiker einfach nur ein neues Etikett.
Small Plates sind kein neues Essen
Small Plates sind kein neues Essen – sondern eine neue Art, gemeinsam zu essen.
Die Idee ist alt, der Name modern. Ob Tapas, Mezze, Antipasti oder einfach viele kleine Lieblingsgerichte auf dem Tisch: Entscheidend ist nicht die Herkunft der Speisen, sondern das gemeinsame Genießen.
Small Plates & Sharing Food – die schönsten Rezepte zum Teilen
Du kannst Dir also für Deine Small Plates Party zu Hause das beste aus den verschiedenen Küchen aussuchen und zu einem individuellen Mix zusammenstellen. Hier findest Du Anregungen zu unterschiedlichen kleinen Häppchen und ein paar coolen Getränken:
Kölsche Tapas
Antipasti-Rezepte (siehe Menu Italiano)
Mezze-Rezepte (siehe Mezze Teller)
Dips, Pesto, Brotaufstrich
Fingerfood
Cocktails und Longdrinks
Vielleicht brauchen wir manchmal gar keine neuen Food-Trends. Es reicht schon, gute Ideen aus verschiedenen Ländern an einen Tisch zu bringen – und gemeinsam zu genießen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Small Plate
Sind Small Plates und Tapas dasselbe?
Nicht ganz. Tapas stammen aus Spanien und sind eine traditionelle Küche. Small Plates beschreiben lediglich kleine Portionen – unabhängig von der Herkunft.
Wie viele Small Plates sollte man pro Person einplanen?
Je nach Größe der Gerichte etwa 3 bis 5 Teller pro Person als Hauptmahlzeit.
Sind Small Plates günstiger?
Nicht unbedingt. Die einzelnen Gerichte sind zwar kleiner und günstiger, zusammen kann der Gesamtpreis aber durchaus dem eines klassischen Menüs entsprechen.
Welche Getränke passen dazu?
Wein, Cocktails, Bier oder alkoholfreie Spritz-Getränke eignen sich hervorragend, weil man viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen kombiniert.
In Vorbereitung:
🍤 25 Small Plates für einen geselligen Abend
🥩 Die besten warmen Small Plates
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🍷 Welche Getränke passen zu Small Plates?
🎄 Small Plates für Weihnachten oder Silvester
🔥 Small Plates vom Grill
🌍 Small Plates aus aller Welt
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