Rotgarnelen sind für ihr aromatisches, leicht süßliches Fleisch und ihre intensive Farbe bekannt. Je nach Art und Herkunft unterscheiden sie sich in Geschmack, Textur und Preis. Besonders bekannt sind die argentinische Rotgarnele aus dem südwestlichen Atlantik und die Gamba Roja de Dénia aus dem Mittelmeer.

Die Garnelen lassen sich in der Pfanne oder auf dem Grill zubereiten. Beim Garen in der Schale bleibt das Fleisch gut geschützt und profitiert vom Aroma der Schale. Je nach Rezept können Rotgarnelen aber auch geschält gebraten oder gegrillt werden.
Rotgarnelen
Es gibt zwei Produkte, die man im deutschen Handel leicht verwechseln kann:
| Gamba Roja de Dénia | Argentinische Rotgarnele | |
|---|---|---|
| Art | Aristeus antennatus | Pleoticus muelleri |
| Herkunft | Mittelmeer | Südwestlicher Atlantik |
| Typische Verwendung | Pur, kurz gekocht oder gegrillt | Pfanne, Grill, Pasta und Seafood-Gerichte |
| Geschmack | Intensives Meeresaroma | Süßlich, aromatisch |
Gamba Roja de Dénia
Aristeus antennatus – die mediterrane Rotgarnele, ist eine besonders geschätzte Rotgarnele aus dem Mittelmeer. Sie wird in den tiefen Fanggründen zwischen der spanischen Küstenstadt Dénia und Ibiza gefangen und gilt als kulinarisches Aushängeschild der Region Valencia.
Ihr intensives, maritimes Aroma und das zarte Fleisch machen sie zu einer besonderen Delikatesse. Anders als viele größere Garnelen aus dem internationalen Handel stammt sie aus dem Mittelmeer und wird traditionell möglichst pur zubereitet.
In Dénia genießt man die Gamba Roja häufig nur kurz gekocht oder auf der heißen Grillplatte. So bleiben ihr Eigengeschmack und ihre feine Textur im Mittelpunkt. Zitrone, Knoblauch und kräftige Saucen braucht es dafür kaum.
Wichtig ist die Unterscheidung zur argentinischen Rotgarnele: Obwohl beide einen rötlichen Farbton haben, handelt es sich um unterschiedliche Arten aus verschiedenen Meeresregionen.
Argentinische Rotgarnele
Pleoticus muelleri – eine andere Art aus dem südwestlichen Atlantik. Sie wird häufig tiefgekühlt angeboten und ist nicht mit der Dénia-Garnele gleichzusetzen.

Zubereitung
Die Zubereitung ist denkbar einfach. Erhitze Olivenöl oder Butter in einer Pfanne und brate die vorbereiteten Rotgarnelen bei hoher Hitze kurz von beiden Seiten an. Ich gebe gerne eine Knoblauchzehe und eine Chilischote dazu. Anschließend würze ich mit Meersalz und lasse die Garnelen noch kurz in der Resthitze ziehen. Ein Spritzer Zitronensaft rundet das Aroma ab.
Die genaue Garzeit hängt von der Größe der Garnelen und davon ab, ob sie roh oder bereits vorgegart sind. Das Fleisch sollte gerade eben gar und saftig sein.
Rotgarnelen vertragen Cayennepfeffer, Piment d’ Espelette und mediterrane Kräuter. Doch auch Crossover Experimente mit asiatischen, afrikanischen oder orientalischen Gewürzen liefern beeindruckende Geschmackserlebnisse.
Oft werden sie auch wegen der Optik für Paella oder Fischsuppe als Topping verwendet.
Man nehme
(pro Person)
3-4 Argentinische Rotgarnelen
Olivenöl
Zitronensaft
Gewürze (siehe oben)
Salz
In der Pfanne
Öl in einer Pfanne erhitzen und die entdarmten Rotgarnelen kurz von beiden Seiten anbraten. Mit Gewürzen abschmecken und noch 2-3 min in der Pfanne ziehen lassen.
Auf dem Grill
Alle Garnelen mit etwas Kräuteröl einpinseln und auf dem Grill von beiden Seiten kurz und scharf angrillen. In Zitronensaft mit Öl und Gewürzen noch kurz etwas nachziehen lassen.
Servieren
Auf einem vorgewärmten Teller servieren.
Gerichte mit Rotgarnele
Edelfisch im Muschelsud mit Rotgarnele

Bezugsquellen
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