Oliven – Herkunft und Sorten

Oliven

Oliven sind die Früchte des Olivenbaums (Olea europaea) und zählen daher zum Obst. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Küche.

Oliven-Übersicht

Was ist der Unterschied zwischen grünen, braunen und schwarzen Oliven?
Herkunft und Anbau
Verwendung
Wusstest Du schon?
Arten von Oliven
Rezepte mit Oliven
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Oliven
Nährwerttabelle Oliven


Oliven

Ob als Antipasti, auf der Pizza, im Salat oder als Grundlage für hochwertiges Olivenöl – die kleinen Steinfrüchte begeistern mit einer beeindruckenden Vielfalt an Aromen und Verwendungsmöglichkeiten. Doch was unterscheidet grüne von schwarzen Oliven, und warum schmecken rohe Oliven eigentlich so bitter?

Was ist der Unterschied zwischen grünen, braunen und schwarzen Oliven?

Der größte Unterschied liegt tatsächlich nicht in der Sorte, sondern im Reifegrad. Viele Olivensorten können sowohl grün als auch schwarz geerntet werden.

Während der Reifung verändert sich nicht nur die Farbe. Die Olive baut Bitterstoffe wie Oleuropein nach und nach ab, gleichzeitig steigen Zucker- und Fettgehalt. Dadurch schmecken reife Oliven deutlich runder und aromatischer als grüne – obwohl sie von derselben Sorte stammen können.

Grüne Oliven

Grüne Oliven – früh geerntet

  • Reifegrad: unreif
  • Erntezeit: September bis Oktober (je nach Region)
  • Geschmack: kräftig, frisch, leicht grasig und deutlich bitter
  • Konsistenz: fest und knackig
  • Ölgehalt: geringer
grüne Oliven
grüne Oliven

Sie eignen sich hervorragend zum Einlegen in Salzlake oder zum Füllen mit Mandeln, Knoblauch oder Paprika.

Braune Oliven

 Braune oder violette Oliven – halbreif

  • Reifegrad: mittlere Reife
  • Farbe: grün-violett bis braun
  • Geschmack: milder und fruchtiger als grüne Oliven
  • Konsistenz: etwas weicher
  • Ölgehalt: höher
Oliven
Oliven

Diese Oliven findet man seltener im Handel, da viele Produzenten entweder sehr früh oder vollständig reif ernten. 

Schwarze Oliven

Schwarze Oliven – vollreif

  • Reifegrad: vollständig ausgereift
  • Erntezeit: November bis Januar
  • Geschmack: mild, fruchtig, leicht süßlich und weniger bitter
  • Konsistenz: weich und saftig
  • Ölgehalt: am höchsten
schwarze, getrocknete Oliven
schwarze, getrocknete Oliven

Die meisten hochwertigen Olivenöle werden aus vollreifen oder nahezu vollreifen Oliven gewonnen.

Achtung: Nicht jede schwarze Olive ist natürlich gereift

 Viele günstige „schwarze“ Oliven im Supermarkt waren ursprünglich grüne Oliven. Sie werden durch ein industrielles Verfahren mit Sauerstoff geschwärzt. Zur Stabilisierung der Farbe wird häufig Eisen(II)-Gluconat oder Eisen(II)-Lactat verwendet.

Du erkennst sie oft daran, dass sie:

  • tiefschwarz und gleichmäßig gefärbt sind,
  • ein helles Fruchtfleisch haben,
  • relativ mild schmecken.

Natürlich gereifte schwarze Oliven sind dagegen meist:

  • dunkelviolett bis schwarz,
  • nicht völlig gleichmäßig gefärbt,
  • auch im Inneren dunkel,
  • aromatischer und komplexer im Geschmack.
gereift vs. behandelt

Woran unterscheide ich chemisch veränderte schwarze Oliven von echten gereiften schwarzen Oliven

Das ist tatsächlich gar nicht so einfach – aber es gibt einige sehr zuverlässige Merkmale. Viele vermeintlich „schwarze“ Oliven im Supermarkt sind ursprünglich grüne Oliven, die durch Oxidation geschwärzt wurden.

 Das Fruchtfleisch ansehen (der sicherste Hinweis)

Schneide eine Olive auf.

Natürlich gereifte schwarze Oliven

  • Fruchtfleisch ist dunkelviolett bis braun.
  • Die Farbe zieht weit ins Innere.
  • Nur direkt am Stein kann das Fruchtfleisch etwas heller sein.

Geschwärzte Oliven

  • Außen tiefschwarz.
  • Innen deutlich hellgrün oder gelblich.
  • Es entsteht ein starker Kontrast zwischen Schale und Fruchtfleisch.

Das ist meist das eindeutigste Erkennungsmerkmal.


Die Farbe betrachten

Natürlich gereift

  • dunkelviolett
  • braunschwarz
  • anthrazit
  • oft ungleichmäßig
  • manchmal mit rötlichen oder violetten Stellen

Geschwärzt

  • gleichmäßig tiefschwarz
  • fast lackartig
  • alle Oliven sehen nahezu identisch aus

Die Zutatenliste lesen

Steht dort einer der folgenden Zusatzstoffe, handelt es sich um geschwärzte Oliven:

  • Eisen(II)-Gluconat
  • Eisen(II)-Lactat

Diese Stoffe dienen dazu, die schwarze Farbe nach der Oxidation zu stabilisieren.

Zusätzlich findest Du häufig Hinweise wie:

  • „geschwärzt“
  • „oxidiert“
  • „geschwärzte Oliven“

In der EU muss diese Behandlung gekennzeichnet werden.


Der Geschmack

Natürlich gereifte Oliven

  • fruchtiger
  • komplexer
  • leicht süßlich
  • oft leicht nussig
  • weniger bitter

Geschwärzte Oliven

  • eher neutral
  • manchmal leicht metallisch
  • insgesamt weniger aromatisch

Die Konsistenz

Natürlich gereift

  • weicher
  • saftiger
  • öliger

Geschwärzt

  • oft erstaunlich fest
  • etwas gummiartig
  • homogener Biss

Der Preis

Echte vollreif geerntete Oliven sind aufwendiger in der Produktion.

Deshalb kosten sie häufig:

  • 5–10 € pro Glas (oder mehr, je nach Sorte und Herkunft)

Sehr günstige schwarze Oliven sind oft geschwärzte grüne Oliven.


Bekannte Sorten, die meist natürlich schwarz verkauft werden
  • Kalamata
  • Nyons-Olive
  • Taggiasca
  • Gaeta
  • Thassos-Olive

Diese Sorten werden überwiegend vollreif geerntet und nicht künstlich geschwärzt.

Merkhilfe für den Einkauf
Natürlich gereiftGeschwärzt
ungleichmäßige Farbegleichmäßig tiefschwarz
dunkles Fruchtfleischhelles Fruchtfleisch
weich und saftigfest und gleichmäßig
fruchtig und aromatischeher neutral
keine E579/E585 in der ZutatenlisteE579 oder E585 vorhanden bzw. als „geschwärzt“ gekennzeichnet

Oliven Vergleich (Farbe)

MerkmalGrüneBrauneSchwarze
Reifeunreifhalbreifvollreif
Geschmackherb, frischfruchtigmild, vollmundig
Bitterkeithochmittelgering
Festigkeitsehr festmittelweich
Ölgehaltniedrigmittelhoch

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Herkunft und Anbau

Der Olivenbaum stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist aber heute in vielen Teilen der Welt verbreitet, einschließlich Spanien, Griechenland, Italien, der Türkei und anderen Regionen. Olivenbäume sind anspruchslos und können in trockenen, kalkhaltigen Böden gedeihen.

Aussehen und Sorten

Oliven sind kleine, ovale bis runde Früchte mit einer harten Haut. Die Farbe der Oliven variiert je nach Reifegrad und Sorte. Es gibt verschiedene Olivenarten, von grünen bis schwarzen Oliven, wobei der Reifegrad und die Verarbeitung den Geschmack und die Farbe beeinflussen.

Geschmack

Der Geschmack von Oliven kann von mild und nussig bis zu intensiv und bitter reichen. Grünere Oliven sind oft milder und haben eine leicht herbere Note, während reife, schwarze Oliven süßer und weniger bitter sind.

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Verwendung

Oliven werden in verschiedenen Formen verwendet, darunter eingelegt, mariniert, entkernt oder als Olivenöl. Sie sind eine beliebte Zutat in Salaten, Antipasti, Pastagerichten, Pizzen, Sandwiches und vielen anderen Gerichten. Olivenöl wird nicht nur zum Kochen und Braten, sondern auch als Dressing und Dip verwendet.

Olivenöl

Olivenöl ist ein wichtiger Bestandteil der Mittelmeerdiät und wird oft für seine gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Es enthält gesunde Fette und wird in der Küche zum Braten und für Dressings verwendet. Mehr dazu findest Du im Artikel.  

Olivenöl-Balsamico Spiegel
Olivenöl
Welche Sorten eignen sich besonders?

Arbequina
Picual
Hojiblanca
Koroneiki
Frantoio 

Oliven selber einlegen

Rohe Oliven direkt vom Baum sind leider praktisch ungenießbar. Sie enthalten sehr viele Bitterstoffe (vor allem Oleuropein), weshalb sie vor dem Einlegen zunächst entbittert werden müssen. Mit etwas Geduld kannst Du sie aber zu richtig leckeren Tafeloliven verarbeiten.

Wasserentbitterung

Zuerst kommt die Entbitterung der Oliven.

Zutaten
1 kg rohe grüne Oliven
Wasser
Salz
Gewürze nach Geschmack
So geht’s
Die Oliven waschen.
Jede Olive 1–3 Mal einschneiden oder leicht mit einem Holzbrett anquetschen.
In ein großes Gefäß geben und vollständig mit Wasser bedecken.
Das Wasser täglich wechseln.
Je nach Sorte 10 bis 30 Tage entbittern.

Nach etwa zwei Wochen einfach probieren. Sind sie kaum noch bitter, können sie eingelegt werden.

In Salzlake einlegen

Dafür müssen wir zunächst eine Salzlake herstellen,

Für 1 Liter Wasser:

80–100 g Salz

Salz vollständig auflösen und die Oliven darin mindestens 3 bis 6 Wochen ziehen lassen.

Oliven in Kräuter einlegen

Erst danach kannst Du sie in Kräuter einlegen.

Oliven selber einlegen
Oliven selber einlegen

Ernte und Verarbeitung

Oliven werden in der Regel im Herbst geerntet, wenn sie reif sind. Sie müssen sorgfältig verarbeitet werden, da sie in rohem Zustand sehr bitter sind. Verschiedene Verarbeitungsmethoden, wie Einlegen und Salzen, werden angewendet, um die Bitterkeit zu reduzieren und den Geschmack zu verbessern.

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Wusstest Du schon?

Wissenswertes rund um die Olive.

Oliven sind Obst

Botanisch gehören Oliven zum Obst und sind Steinfrüchte – genau wie Kirschen, Pflaumen oder Aprikosen. 

Wann werden Oliven geerntet?

Eine kleine Zeitleiste:

September – 🟢 grün

Oktober – 🟢🟤

November – 🟤⚫

Dezember – ⚫ vollreif 

Kann man Oliven direkt vom Baum essen?

Frisch geerntete Oliven kann man zwar direkt vom Baum essen, sie sind aufgrund ihres hohen Gehalts an dem Bitterstoff Oleuropein jedoch nahezu ungenießbar. Erst durch das Wässern, Einlegen in Salzlake oder andere traditionelle Verfahren werden die Bitterstoffe abgebaut und die Oliven genießbar.

Wie viele Oliven braucht man für 1l Olivenöl?

Für einen Liter hochwertiges natives Olivenöl werden je nach Sorte und Reifegrad etwa 4 bis 6 Kilogramm Oliven benötigt.

Wie alt werden Olivenbäume?

Ein Olivenbaum kann mehrere hundert Jahre alt werden. Manche Exemplare im Mittelmeerraum sind sogar über 1.000 Jahre alt.

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Arten von Oliven

Es gibt eine Vielzahl von Olivensorten, die sich in Geschmack, Textur und Farbe unterscheiden. Beispiele für bekannte Sorten sind Kalamata, Manzanilla, Castelvetrano und Picholine.

Tabelle der wichtigsten Sorten

 

SorteHerkunftFarbeGeschmackVerwendung
KalamataGriechenlandschwarzkräftigSalat
CastelvetranoSiziliengrünmildAntipasti
TaggiascaLigurienbraunnussigPasta
ArbequinaSpaniengrünmildÖl
NocellaraSiziliengrünfruchtigÖl + Tafelolive

Alfafarenca

Die Oliven der Sorte Alfafarenca sind nach dem nicht weit von Benimantell entfernten Ort Alfafara benannt. Sie ist in den Top 20 der rund 200 verschiedenen Olivensorten in Spanien und wird gerne für Salatdressings verwendet. Sie werden unter anderem für Olivenöl Oro de Masos aus Spanien verwendet.

Olivenöle, die aus den Alfafarenca Oliven gewonnen werden sind sehr aromatische und fruchtige Öle mit ausgeprägten würzigen Noten. Sie haben einen hohen Ölsäuregehalt und sind sehr stabil.

Die Alfafarenca Olive ist eine recht große Frucht, mit einer ovalen Form und einem spitzen Ende. Die Olivenbäume sind sehr langlebig, mit dichtem Laub. In Alfafara soll es 700 Jahre alte Olivenbäume geben.

Arbequina-Oliven

Diese kleinen, runden Oliven stammen aus Spanien und sind bekannt für ihr mildes Aroma. Sie werden oft für die Herstellung von Olivenöl verwendet, sind aber auch als Tafeloliven beliebt.

Castelvetrano-Oliven

Diese grünen Oliven stammen aus Sizilien, Italien, und sind für ihre leuchtend grüne Farbe und ihre süße, milde und butterartige Textur bekannt.

Gaeta-Oliven

Diese kleinen, schwarzen Oliven kommen aus der italienischen Stadt Gaeta. Sie haben einen intensiven Geschmack und werden oft in italienischen Antipasti-Gerichten verwendet.

Kalamata-Oliven

Diese schwarzen bis dunkelroten Oliven sind besonders bekannt und stammen aus Griechenland. Sie haben eine ovale Form, einen kräftigen Geschmack und werden oft in griechischen Salaten und als Vorspeise serviert.

Kalamata-Oliven
Kalamata-Oliven

Ligurische Taggiasca-Oliven

Diese kleinen, violetten bis schwarzen Oliven sind in der italienischen Region Ligurien beheimatet. Sie haben einen milden, süßlichen Geschmack und werden oft in Gerichten wie der ligurischen Focaccia oder Pasta Pesto verwendet.

Manzanilla-Oliven

Diese grünen Oliven sind klein und haben eine helle, olivengrüne Farbe. Sie stammen aus Spanien und haben einen milden, leicht salzigen Geschmack. Manzanilla-Oliven sind auch eine beliebte Zutat für Tapas-Gerichte.

Manzanilla
Manzanilla

Nocellara Oliven

Die Nocellara Olive ist eine echte Delikatesse und eine der bekanntesten Olivensorten Italiens. Sie stammt ursprünglich aus Sizilien und wird oft als „Königin der Oliven“ bezeichnet.

Nocellara Oliven
Nocellara Oliven
Was macht die Nocellara so besonders?

Die Nocellara-Olive zeichnet sich durch ihren milden, leicht süßlichen Geschmack aus, der von vielen als besonders angenehm empfunden wird. Sie ist weniger bitter als viele andere Olivensorten und hat eine angenehm knackige Textur. Die Oliven haben eine schöne, leuchtend grüne Farbe und sind meist rundlich geformt.

Verwendung

Nocellara Oliven werden sowohl für die Herstellung von Olivenöl als auch als Tafelolive geschätzt. Sie sind eine beliebte Zutat in Salaten, Antipasti, und vielen anderen mediterranen Gerichten.

Herkunft

Die besten Nocellara Oliven stammen aus dem Valle del Belice in Sizilien. Dort werden sie unter strengen Richtlinien angebaut und verarbeitet, um ihre hohe Qualität zu gewährleisten.

Nyons-Oliven

Diese kleinen, schwarzen Oliven sind nach der Stadt Nyons in Frankreich benannt. Sie haben einen milden, aber ausgeprägten Geschmack und werden oft entkernt und in Salaten und Gerichten mit provenzalischen Aromen verwendet.

Die geschützte Herkunftsbezeichnung lautet Olives noires de Nyons und gehört zu den bekanntesten französischen Tafeloliven.

Picholine-Oliven

Diese kleinen, grünen Oliven mit einer leicht länglichen Form stammen aus Frankreich. Sie haben einen knackigen Biss und einen leicht würzigen Geschmack. Picholine-Oliven werden oft als Vorspeise oder in Cocktails serviert.  

Taggiasca Oliven

Die Taggiasca Olive ist eine kleine, längliche Olivensorte, die hauptsächlich in der Region Ligurien im Nordwesten Italiens, insbesondere in der Gegend von Imperia, angebaut wird. Ihren Namen verdankt sie der Gemeinde Taggia, wo Mönche sie im 7. oder 8. Jahrhundert einführten.

Taggiasca Oliven zeichnen sich durch ihren milden, fruchtigen und leicht nussigen Geschmack mit einer dezenten Bitterkeit aus. Manche beschreiben ihn auch als süß und harmonisch. Durch ihren geringen Wassergehalt sind sie besonders aromatisch.

Verwendung: Sardenaira sanremese

Thassos-Olive

Die Thassos-Olive stammt von der gleichnamigen griechischen Insel Thassos in der nördlichen Ägäis und zählt zu den bekanntesten schwarzen Oliven Griechenlands. Sie wird vollreif geerntet und traditionell in Salz eingelegt oder getrocknet, wodurch sie ihre charakteristische runzelige Schale erhält. Thassos-Oliven überzeugen mit einem intensiven, würzigen und leicht fruchtigen Aroma und eignen sich hervorragend für Antipasti, Salate, mediterrane Gerichte oder einfach pur zu einem Glas Wein. Besonders geschätzt werden sie wegen ihrer natürlichen Reifung und ihres kräftigen, unverfälschten Geschmacks.

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Welche Oliven für welchen Zweck?

Die folgende Tabelle ist eine Empfehlung, kein Gesetz! 😉 

GerichtEmpfehlung
PizzaKalamata
TapenadeKalamata oder Taggiasca
MartiniManzanilla
SalatNocellara
AntipastiCastelvetrano
PastaTaggiasca
FocacciaGaeta

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Rezepte mit Oliven

Antipasti Platte
Dirty Martini
Eingelegte Oliven
Focaccia
Geröstetes Brot mit Olivenöl und Knoblauch
Knoblauch-Olivenöl aus frischen Schalen
Knoblauch-Olivenöl selber ansetzen
Lo-Spritz
May the force be with you cocktail
Oliven-Feta Bruschetta
Olivenöl Oro de Masos aus Spanien
Oliven-Peperoni-Schafskäse – Vorspeise
Oliven Salsa
Oliven selber einlegen
Pasta spiedo – Pasta Spießchen
Pate de Aceitunas – spanische Oliventapenade
Pizza Capricciosa
Pizza Romana – Tomatensauce, Kapern, Oliven und Knoblauch
Schinken-Oliven Häppchen
Sommerausklang auf der Terrasse – Oliven und Südtiroler Speck
Spaghetti alla Putanesca
Spiedini di antipasti

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Ob grün, violett oder schwarz – Oliven gehören zu den vielseitigsten Früchten der mediterranen Küche. Mit ihren zahlreichen Sorten, unterschiedlichen Aromen und vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten bereichern sie Salate, Antipasti, Pasta, Pizza und viele weitere Gerichte. Wer einmal hochwertige, natürlich gereifte Oliven probiert hat, wird den Unterschied schnell schmecken.


FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Oliven

Sind Oliven Obst oder Gemüse?

Oliven zählen botanisch zum Obst. Genauer gesagt sind sie Steinfrüchte, genau wie Kirschen, Pflaumen oder Aprikosen. Obwohl sie überwiegend in herzhaften Gerichten verwendet werden, gehören sie aus botanischer Sicht eindeutig zum Obst.


Warum schmecken rohe Oliven bitter?

Rohe Oliven enthalten den natürlichen Bitterstoff Oleuropein, der die Früchte vor Schädlingen schützt. Erst durch das Wässern, Einlegen in Salzlake oder andere Verarbeitungsverfahren wird dieser Bitterstoff nach und nach abgebaut. Deshalb sind frisch geerntete Oliven direkt vom Baum kaum genießbar.


Kann man Oliven roh essen?

Theoretisch ja, praktisch jedoch nicht. Frisch geerntete Oliven sind aufgrund ihres hohen Gehalts an Bitterstoffen nahezu ungenießbar. Erst nach einer Entbitterung durch Wasser, Salzlake oder Trockenpökeln entwickeln sie ihr typisches Aroma.


Warum sind manche Oliven schwarz?

Schwarze Oliven sind meist vollreif geerntete Früchte. Allerdings werden viele günstige schwarze Oliven im Handel aus grünen Oliven hergestellt, die durch Oxidation geschwärzt werden. Ein Blick auf die Zutatenliste oder das Fruchtfleisch verrät oft, ob es sich um natürlich gereifte oder geschwärzte Oliven handelt.


Sind schwarze Oliven gesünder?

Grüne und schwarze Oliven sind beide gesund. Schwarze Oliven enthalten aufgrund ihres höheren Reifegrades meist etwas mehr Fett und Kalorien, dafür schmecken sie milder und aromatischer. Beide liefern wertvolle einfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und antioxidative Pflanzenstoffe.


Was bedeutet „entsteint“?

Entsteinte Oliven wurden maschinell oder von Hand vom harten Kern befreit. Dadurch lassen sie sich leichter essen oder zum Kochen verwenden. Viele Feinschmecker bevorzugen jedoch Oliven mit Stein, da diese häufig saftiger bleiben und ihr Aroma besser bewahren.


Was ist der Unterschied zwischen Tafeloliven und Öloliven?

Tafeloliven werden zum direkten Verzehr angebaut. Sie sind meist größer, fleischiger und besonders aromatisch. Öloliven sind häufig kleiner und enthalten einen höheren Ölanteil, weshalb sie überwiegend zur Herstellung von Olivenöl verwendet werden. Manche Sorten, wie beispielsweise Arbequina oder Nocellara, eignen sich für beide Verwendungszwecke.


Wie lange halten eingelegte Oliven?

Ungeöffnete Oliven sind je nach Hersteller oft mehrere Monate bis Jahre haltbar. Nach dem Öffnen sollten sie im Kühlschrank aufbewahrt und möglichst in ihrer Lake belassen werden. Geöffnete Oliven halten sich in der Regel zwei bis vier Wochen.


Kann man Oliven einfrieren?

Ja, Oliven lassen sich einfrieren. Dabei können sie jedoch etwas an Festigkeit verlieren und nach dem Auftauen weicher werden. Für gekochte Gerichte oder Pizza ist das meist kein Problem, als Antipasti eignen sich frische Oliven jedoch besser.


Warum enthalten Oliven so viel Salz?

Oliven werden traditionell in Salzlake eingelegt. Das Salz entzieht Bitterstoffe, verbessert den Geschmack und macht die Oliven länger haltbar. Wer den Salzgehalt reduzieren möchte, kann Oliven vor dem Verzehr kurz unter fließendem Wasser abspülen.


Welche Oliven schmecken am mildesten?

Zu den mildesten Tafeloliven gehören Castelvetrano, Nocellara und Arbequina. Sie zeichnen sich durch eine geringe Bitterkeit, eine angenehme Fruchtigkeit und eine knackige Konsistenz aus und eignen sich besonders für Einsteiger.


Welche Oliven eignen sich für Pizza?

Für Pizza werden häufig schwarze Kalamata, Gaeta oder milde grüne Manzanilla verwendet. Wer ein besonders intensives Aroma bevorzugt, greift zu Taggiasca-Oliven. Wichtig ist, dass die Oliven möglichst aromatisch sind und nicht nur geschwärzt wurden.


Warum haben manche Oliven einen Stein?

Der Stein ist der natürliche Samen der Olive und gehört zur Frucht. Viele Hersteller verkaufen Oliven mit Stein, weil diese während der Lagerung mehr Feuchtigkeit behalten und oft aromatischer bleiben. Entsteinte Oliven sind dagegen praktischer für Salate, Pizza oder Pasta.


Können Hunde Oliven essen?

Gelegentlich dürfen Hunde kleine Mengen naturbelassener Oliven ohne Stein fressen. Eingelegte Oliven enthalten jedoch oft viel Salz oder Gewürze und sollten deshalb möglichst vermieden werden. Im Zweifel ist frisches Wasser immer die bessere Wahl für Deinen Vierbeiner.


Darf man Oliven in der Schwangerschaft essen?

Ja, Oliven dürfen während der Schwangerschaft grundsätzlich gegessen werden. Sie liefern gesunde Fettsäuren und Vitamin E. Wichtig ist jedoch, dass sie hygienisch verarbeitet und richtig gelagert wurden. Frisch geöffnete oder gekühlt aufbewahrte Oliven aus dem Glas oder der Dose sind in der Regel unproblematisch, während lose Ware aus offenen Auslagen möglichst frisch sein sollte.

Warum schrumpeln manche Oliven?

Viele Menschen halten runzelige Oliven für alt oder verdorben. Tatsächlich ist das oft ein Qualitätsmerkmal:

  • natürliche Trocknung
  • Wasserverlust
  • intensiveres Aroma
  • typisch für Thassos-, Nyons- oder einige griechische und italienische Sorten

FAQ – häufig gestellte Fragen

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Nährwerttabelle Oliven

Nährwerte pro 100 g
Kalorienca. 115–170 kcal
Fett11–17 g
Kohlenhydrate3–6 g
Eiweiß0,8–1,5 g
Ballaststoffe3–4 g
Salzje nach Lake

Bezugsquellen

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