Picardie-Oise-in-Frankreich

Urlaub in der Picardie

Urlaub in der Picardie Département Oise im Ort Cuise-la-Motte. In 2026 planen wir einen Kurztrip in die Picardie. Eine knappe Woche werden wir dort sein, mal sehen was wir alles entdecken werden.

Picardie-Oise-in-Frankreich
Picardie-Oise-in-Frankreich

Cuise-la-Motte liegt rund 80 Kilometer nordöstlich von Paris, eingebettet zwischen den Städten Compiègne und Soissons. Der kleine Ort ist unter Fossiliensammlern weltweit bekannt, denn hier befinden sich einige der bedeutendsten Fossilienfundstätten Frankreichs.

Seine geologische Bedeutung ist sogar so groß, dass die Region im Département Oise einer ganzen Erdzeitalter-Stufe ihren Namen verliehen hat: dem „Cuisien“. Diese geologische Epoche gehört zum Eozän und liegt rund 50 Millionen Jahre in der Vergangenheit. Wer sich für Fossilien und Erdgeschichte interessiert, findet hier also einen Ort, an dem sich die Spuren einer längst vergangenen Welt entdecken lassen.

Oise (Picardie)
Oise (Picardie)

Hier ein paar Anregungen, die ich in der Vorbereitung gefunden habe.

Reiseplanung Picardie

Unsere Highlights rund um Compiègne
Prachtvolle Schlösser und kaiserliche Geschichte
Wanderungen rund um Compiegne
Wochenmärkte
Die bekanntesten Hauptgerichte
Getränke in der Picardie
Restaurants in der Nähe von Compiègne
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Picardie und dem Département Oise


Unsere Highlights rund um Compiègne

Sind in Planung und werden im Sommer 2026 nach unserer Rückkehr ergänzt.

Schloss Pierrefonds
Wald von Compiègne
Fossilien von Cuise-la-Motte
Wochenmarkt Compiègne
Senlis
Chantilly
Amiens
Champlieu
Bierverkostung
Crème Chantilly im Original
Reisen mit Hund

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Prachtvolle Schlösser und kaiserliche Geschichte

Schloss Pierrefonds (Château de Pierrefonds)

Wer sich schon immer gefragt hat, wie ein echtes Märchenschloss aussieht, wird im Château de Pierrefonds fündig. Die ursprünglich im 14. Jahrhundert erbaute Burg wurde im 19. Jahrhundert von dem berühmten Architekten Eugène Viollet-le-Duc im Auftrag Napoleons III. aufwendig restauriert und teilweise neu gestaltet. Mit ihren mächtigen Türmen, wehrhaften Mauern und zahlreichen Details wirkt sie wie die perfekte Kulisse für Rittergeschichten und Fantasy-Filme. Kein Wunder also, dass das Schloss bereits mehrfach als Film- und Serienkulisse genutzt wurde, unter anderem für die bekannte TV-Serie Merlin.

Schloss Compiègne (Château de Compiègne)

Mitten im Herzen von Compiègne erhebt sich eines der bedeutendsten Königsschlösser Frankreichs. Der klassizistische Palast diente französischen Herrschern wie Ludwig XV. und Napoleon I. als Sommerresidenz. Heute können Besucher die prachtvollen kaiserlichen Gemächer besichtigen und in die Geschichte Frankreichs eintauchen. Besonders interessant ist auch das im Château de Compiègne untergebrachte Nationale Automobilmuseum, das eine beeindruckende Sammlung historischer Fahrzeuge präsentiert. 

Bedeutende historische Gedenkstätten

Clairière de l’Armistice – Die Lichtung von Rethondes

Mitten im Wald von Compiègne befindet sich einer der geschichtsträchtigsten Orte Frankreichs: die Clairière de l’Armistice, die Lichtung von Rethondes. Hier wurde am 11. November 1918 in einem Eisenbahnwaggon der Waffenstillstand unterzeichnet, der den Ersten Weltkrieg beendete. Nur 22 Jahre später schrieb derselbe Ort erneut Geschichte, als Adolf Hitler Frankreich 1940 an genau dieser Stelle zur Kapitulation zwang.

Heute erinnert das Mémorial de l’Armistice an diese Ereignisse. Besucher können dort ein originalgetreues Nachbild des berühmten Eisenbahnwaggons besichtigen und mehr über die historischen Hintergründe erfahren. Ein beeindruckender Ort, der die wechselvolle Geschichte Europas eindrucksvoll vor Augen führt.

Gedenkstätte Camp de Royallieu

Am Stadtrand von Compiègne liegt mit dem Camp de Royallieu ein weiterer Ort, der zum Nachdenken anregt. Während des Zweiten Weltkriegs befand sich hier das zweitgrößte Internierungs- und Durchgangslager Frankreichs. Von diesem Lager aus wurden Zehntausende Menschen in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert.

Heute erinnert das Mémorial de l’internement et de la déportation an die Schicksale der Betroffenen. Die moderne und zugleich würdevoll gestaltete Gedenkstätte vermittelt eindrucksvoll die Geschichte des Lagers und setzt ein wichtiges Zeichen für Erinnerung, Menschlichkeit und Frieden. Wer sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs interessiert, sollte diesen bewegenden Ort in Compiègne nicht auslassen. 

Malerische Dörfer und Natur

Saint-Jean-aux-Bois – Ein Dorf wie aus dem Bilderbuch

Mitten im weitläufigen Waldgebiet des Nationalforsts von Compiègne liegt das kleine Dorf Saint-Jean-aux-Bois. Wer durch die blumengeschmückten Gassen schlendert, fühlt sich schnell in eine andere Zeit versetzt. Das Herzstück des Ortes ist die beeindruckende Abtei de Saint-Jean-aux-Bois aus dem 12. Jahrhundert, die bis heute hervorragend erhalten geblieben ist. Rundherum prägen historische Steinhäuser mit efeubewachsenen Fassaden das Ortsbild. Besonders sehenswert ist das alte befestigte Tor mit seiner Zugbrücke, das den mittelalterlichen Charme des Dorfes perfekt unterstreicht.

Aussichtspunkt Beaux-Monts – Napoleons Blickachse

Ein besonderes Highlight in der Nähe von Compiègne ist der Aussichtspunkt Beaux-Monts. Vom Schlosspark aus führt die beeindruckende Allée des Beaux-Monts schnurgerade durch den Wald. Die rund fünf Kilometer lange und etwa 60 Meter breite Schneise wurde auf Veranlassung von Napoleon I. angelegt. Sie sollte seine Gemahlin Marie-Louise an die Gärten von Schloss Schönbrunn in Wien erinnern.

Der Weg steigt leicht an und führt durch den Wald bis zu einem Aussichtspunkt. Oben angekommen wird die Mühe belohnt: Von hier aus eröffnet sich ein spektakulärer Blick über die lange Schneise hinweg direkt auf das Schloss von Compiègne. Ein Fotomotiv, das man sich bei einem Besuch der Region nicht entgehen lassen sollte. 

Monumentale Kathedralen und historische Städte

Kathedrale von Amiens (ca. 75 km)

Die Kathedrale von Amiens steht bei uns ziemlich weit oben auf der Liste. Allein schon deshalb, weil sie als Vorbild für Teile des Kölner Doms gilt. Die beeindruckende Kathedrale gehört zu den größten gotischen Kirchen Europas und ist sogar fast doppelt so groß wie Notre-Dame in Paris. Nicht ohne Grund zählt sie zum UNESCO-Welterbe. Direkt nebenan befinden sich die sogenannten Hortillonnages – ein weit verzweigtes Netz aus schwimmenden Gärten und Wasserwegen, das sich am besten bei einer gemütlichen Bootsfahrt erkunden lässt.

Die Kathedrale von Amiens diente zum Teil als Vorlage für den Kölner Dom. Der Grundriss des Kölner Domchores ist fast eine exakte Kopie des Chores der Kathedrale von Amiens. Obwohl Amiens die wichtigste Vorlage für den Grundriss lieferte, flossen in Köln noch weitere französische Einflüsse ein.

Kathedrale von Beauvais

Die extreme Höhenwirkung und Fenstergestaltung in Köln wurde stark von den ambitionierten Plänen der Kathedrale in Beauvais beeinflusst.

Sainte-Chapelle (Paris)

Das Konzept, die Wände fast vollständig in monumentale, farbige Glasfenster aufzulösen („Glashaus-Effekt“), schauten sich die Kölner von der königlichen Hofkapelle in Paris ab.

Noyon (ca. 25 km)

Die historische Stadt Noyon beherbergt eine der ältesten gotischen Kathedralen Frankreichs. Geschichtsinteressierte kennen den Ort vor allem deshalb, weil hier im Jahr 768 Karl der Große zum König der Franken gekrönt wurde. Neben der Kathedrale lädt die charmante Altstadt zu einem entspannten Spaziergang ein.

Senlis (ca. 35 km)

Senlis zählt zu den schönsten mittelalterlichen Städten der Region. Verwinkelte Gassen, historische Fachwerkhäuser, gut erhaltene Stadtmauern und die frühgotische Kathedrale versetzen Besucher direkt in vergangene Jahrhunderte. Kein Wunder also, dass die Stadt immer wieder als Kulisse für historische Filme und Fernsehproduktionen dient. Senlis hat eine Städtepartnerschaft mit Langenfeld, meiner Heimatstadt (Reusrath).

Prachtvolle Schlösser und Kunstschätze

Schloss Chantilly (ca. 45 km)

Das beeindruckende Schloss Chantilly gehört zu den schönsten Ausflugszielen in der Region rund um Paris. Es liegt malerisch inmitten einer weitläufigen Wasserlandschaft und beherbergt nach dem Louvre die zweitgrößte Sammlung alter Meister in Frankreich. Kunstliebhaber kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Freunde prachtvoller Architektur. Besonders sehenswert sind die berühmten Grandes Écuries, die gewaltigen historischen Stallungen, sowie das angeschlossene Pferdemuseum, das die lange Reittradition der Region eindrucksvoll dokumentiert.

Domaine de Chaalis (ca. 40 km)

Wer historische Orte mit besonderem Charme mag, sollte der Domaine de Chaalis einen Besuch abstatten. Die romantischen Ruinen der ehemaligen Zisterzienserabtei Kloster Chaalis aus dem 12. Jahrhundert liegen eingebettet in eine weitläufige Parkanlage. Ein prächtiger Rosengarten sorgt besonders in den Sommermonaten für ein farbenfrohes Ambiente. Ergänzt wird das Ensemble durch ein Schloss mit einer bemerkenswerten Kunstsammlung, zu der unter anderem Werke des italienischen Malers Giotto zählen. Ein idealer Ort für alle, die Kultur, Geschichte und Natur miteinander verbinden möchten. 

Spektakuläre Natur und römische Ruinen

Champlieu (ca. 20 km)

Nur rund 20 Kilometer südlich von Compiègne verstecken sich mitten im Wald die gallo-römischen Ruinen von Champlieu. Wer sich für Geschichte interessiert, kommt hier auf seine Kosten. Zwischen Bäumen und Vogelgezwitscher lassen sich die Überreste eines römischen Theaters, eines Tempels und einer Thermenanlage entdecken. Kaum vorstellbar, dass hier vor fast 2.000 Jahren schon reger Betrieb herrschte.

Gerberoy (ca. 75 km)

Gerberoy gehört offiziell zu den schönsten Dörfern Frankreichs – und das völlig zu Recht. Das kleine Dorf wirkt wie aus einem Bilderbuch: enge Gassen, historische Fachwerkhäuser und überall blühende Rosen, die sich an den Fassaden emporranken. Besonders im Frühsommer zeigt sich Gerberoy von seiner schönsten Seite. Wer gerne fotografiert oder einfach gemütlich durch malerische Orte schlendert, sollte sich einen Besuch nicht entgehen lassen. 

Fossilien

Die bemerkenswerteste geologische Stätte in der Nähe ist der Géosite du Cuisien

Westlich von Compiègne liegt das kleine Örtchen Rivecourt. Dort wurde 1996 in einer Kiesgrube ein Fund gemacht, der Paläontologen begeistert hat. Die Wissenschaftler entdeckten Fossilien, die rund 54 Millionen Jahre alt sind. Neben versteinerten Schildkröten und Krokodilen fand man hier auch den berühmten Bernstein der Oise (Ambre de l’Oise).

Das Besondere daran: In dem Bernstein sind urzeitliche Insekten eingeschlossen, die über Millionen von Jahren nahezu perfekt erhalten geblieben sind. Ein faszinierender Blick in eine Welt, die lange vor den ersten Menschen existierte. Wer sich für Erdgeschichte und Fossilien interessiert, sollte dem Espace de Paléontologie unbedingt einen Besuch abstatten.

Viele Funde sind heute im Vivenel-Museum in Compiègne ausgestellt. 

Was kann man finden?

Wer in der Picardie auf Fossiliensuche geht, kann mit etwas Glück spannende Zeugnisse aus einer Zeit entdecken, als die Region noch von einem warmen Meer bedeckt war.

Besonders häufig finden sich Nummuliten, kleine münzförmige Fossilien von Einzellern, die typisch für die Gesteinsschichten der Region sind. Mit etwas Geduld lassen sich außerdem versteinerte Haifisch- und Rochenzähne entdecken, die von den Meeresbewohnern längst vergangener Erdzeitalter stammen.

Auch Muscheln und Schnecken sind in den Kalk- und Sandschichten der Picardie keine Seltenheit. Viele Exemplare sind erstaunlich gut erhalten und geben einen faszinierenden Einblick in die Unterwasserwelt vor Millionen von Jahren.

Wichtiger Hinweis

Die bekanntesten Fundstellen, beispielsweise bei Cuise-la-Motte, stehen heute unter besonderem Schutz. Das eigenständige Graben oder Sammeln von Fossilien ist dort daher nicht erlaubt. Wer die geologische Vielfalt der Region entdecken möchte, schließt sich am besten einer geführten paläontologischen Exkursion des Tourismusbüros Pierrefonds Lisières de l’Oise an. Dabei erfährst du nicht nur viel Wissenswertes über die Entstehung der Fossilien, sondern kannst die Fundstellen auch auf legale und respektvolle Weise kennenlernen. 

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Wanderungen rund um Compiegne

Staatswald von Compiègne (Forêt de Compiègne)

Als einer der größten Wälder Frankreichs bietet der Forêt de Compiègne perfekt ausgeschilderte Wege direkt vor den Toren von Cuise-la-Motte und Compiègne:

Allée des Beaux-Monts (Compiègne)

Die Allée des Beaux-Monts gehört zu den bekanntesten Wanderwegen im Wald von Compiègne. Die rund vier Kilometer lange Schneise wurde einst auf Veranlassung Napoleons angelegt und führt schnurgerade durch den Wald hinauf zu den Beaux-Monts. Oben angekommen werdet Ihr mit einem beeindruckenden Panoramablick über das riesige Waldgebiet belohnt. Gerade bei gutem Wetter lohnt sich der Aufstieg.

Rundweg Étangs de Saint-Pierre (Vieux-Moulin)

Wer es etwas gemütlicher mag, sollte den Rundweg um die Étangs de Saint-Pierre wählen. Die etwa sechs Kilometer lange Strecke führt an idyllischen Waldteichen entlang und eignet sich hervorragend für Familien oder eine entspannte Nachmittagswanderung. Ein zusätzlicher Höhepunkt ist das nahe gelegene Dorf Pierrefonds mit seiner märchenhaften Burg, die direkt einem historischen Abenteuerfilm entsprungen sein könnte.

Le Circuit des Puits (Cuise-la-Motte)

Direkt vor der Haustür startet mit dem Circuit des Puits ein beliebter Wanderweg rund um Cuise-la-Motte. Die Strecke verbindet Natur, Geschichte und die typische Landschaft der Region miteinander. Wer die Umgebung in Ruhe erkunden möchte, findet hier eine abwechslungsreiche Tour abseits der großen Besucherströme. 

Kulturhistorische Wanderungen

Verbinden die Natur mit der reichen Geschichte der Region:

Wanderung zu den gallorömischen Ruinen von Champlieu

Diese rund 12 Kilometer lange Rundwanderung führt durch das idyllische Automne-Tal, das von weiten Feldern, kleinen Wäldchen und einer typisch nordfranzösischen Landschaft geprägt ist. Die Strecke ist als mittelschwer einzustufen und bietet eine gelungene Mischung aus Natur, Bewegung und Geschichte.

Der Höhepunkt der Tour erwartet Euch in Champlieu: Mitten in der Landschaft liegen die beeindruckenden Überreste einer gallorömischen Siedlung. Besonders sehenswert sind die Reste eines antiken Theaters, eines Tempels sowie einer Thermenanlage. Es ist faszinierend, zwischen den jahrhundertealten Mauern zu stehen und sich vorzustellen, wie hier einst das Leben zur Zeit der Römer ausgesehen haben muss.

Wer gerne wandert und dabei historische Orte entdecken möchte, findet mit dieser Tour eine abwechslungsreiche Strecke abseits der großen Touristenströme. Die Kombination aus ruhiger Natur und eindrucksvollen Zeugnissen der Antike macht die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis. 

Naturpark Oise-Pays de France (Süden der Oise)

Im Regionalen Naturpark im Süden des Départements findest Du dichte Wälder und herrschaftliche Kulissen.

Wandern im Chantilly-Wald

Der Rundweg um die Étangs de Commelles gehört zu den beliebtesten Spaziergängen in der Region. Die etwa 4 bis 5 Kilometer lange Strecke führt auf gut begehbaren Wegen rund um vier miteinander verbundene Teiche mitten im idyllischen Chantilly-Wald. Ein besonderes Highlight ist das märchenhaft wirkende Château de la Reine Blanche, ein kleines neugotisches Jagdschloss, das sich malerisch am Ufer erhebt und für tolle Fotomotive sorgt.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte den Chantilly-Rundweg in Betracht ziehen. Die rund 14 Kilometer lange Tour verbindet gleich mehrere Sehenswürdigkeiten der Region miteinander. Neben dem beeindruckenden Schloss Chantilly führt die Strecke durch das Tal der Nonette und durch ausgedehnte Waldabschnitte des Chantilly-Waldes. Die abwechslungsreiche Landschaft macht diese Wanderung besonders reizvoll und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf Natur und historische Bauwerke. 

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Wochenmärkte

Märkte direkt in Compiègne

Wer im Urlaub gerne regionale Spezialitäten entdeckt, sollte einen Besuch auf einem der Wochenmärkte in Compiègne einplanen. Hier findest du frisches Obst und Gemüse, Käse aus der Region, Fisch, Fleisch und viele weitere französische Köstlichkeiten direkt von den Erzeugern.

Grand Marché du Centre-Ville

Der größte Markt der Stadt findet mittwochs von 7:00 bis 13:30 Uhr sowie samstags von 8:00 bis 13:00 Uhr statt. Die Marktstände verteilen sich rund um die Rue Saint-Corneille und den Place du Change. Besonders beeindruckend ist die große Auswahl an regionalen Produkten. Neben frischem Gemüse und Obst gibt es zahlreiche Käse- und Wurstspezialitäten sowie Fisch aus der Somme-Bucht.

Marché de la Gare

Etwas kleiner, dafür aber besonders charmant, ist der Markt am Bahnhof. Jeden Donnerstag von 17:00 bis 20:00 Uhr bieten Händler auf dem Bahnhofsvorplatz ihre Waren an. Der Feierabendmarkt eignet sich perfekt, um noch schnell frische Zutaten für das Abendessen oder ein Picknick einzukaufen.

Mein Tipp: Nimm dir etwas Zeit zum Bummeln. Oft sind es gerade die kleinen Stände mit regionalen Spezialitäten, an denen man die spannendsten Entdeckungen macht. 

Malerische Märkte im direkten Umland

Wer regionale Spezialitäten entdecken und dabei französisches Markttreiben erleben möchte, findet rund um Compiègne einige besonders schöne Wochenmärkte.

Marché de Pierrefonds

Jeden Freitag von 8:00 bis 13:00 Uhr verwandelt sich der Place de L Hôtel de Ville mit Blick auf das beeindruckende Schloss Pierrefonds in einen lebendigen Markt. Vor dieser traumhaften Kulisse bieten Händler frisches Obst und Gemüse, handwerklich hergestellte Lebensmittel, Blumen sowie regionale Spezialitäten an. Ein Besuch lässt sich hervorragend mit einem Spaziergang durch den historischen Ort oder einer Besichtigung des Schlosses verbinden.

Marché de Margny-lès-Compiègne

Auf der gegenüberliegenden Seite der Oise findet sonntags von 8:30 bis 13:00 Uhr der Wochenmarkt von Margny-lès-Compiègne statt. Hier treffen sich Einheimische zum Einkauf frischer Produkte und zum Plausch mit den Händlern. Die entspannte Atmosphäre macht den Markt zu einem schönen Ziel für einen gemütlichen Sonntagvormittag. Frisches Baguette, Käse, Obst und andere regionale Köstlichkeiten dürfen dabei natürlich nicht fehlen. 

Große historische Märkte in der Nähe

Wenn Du während Deines Aufenthalts in der Picardie noch etwas regionale Atmosphäre erleben möchtest, lohnt sich ein Abstecher zu den traditionellen Wochenmärkten der Umgebung.

Marché de Senlis

Der Marché de Senlis liegt etwas südlich von Compiègne und zählt zu den schönsten Märkten der Region. Seit mehr als 50 Jahren findet er jeden Freitag in den verwinkelten Gassen der mittelalterlichen Altstadt statt. Der Markt konzentriert sich auf dem Place de la Halle und dem Place Henri IV. Zwischen historischen Gebäuden bieten Händler frisches Obst und Gemüse, Käse, Fleisch, Fisch sowie zahlreiche regionale Spezialitäten an. Allein die Kulisse macht den Besuch schon lohnenswert.

Marché de Noyon

Ebenfalls einen Besuch wert ist der Marché de Noyon, der jeden Mittwoch und Samstag stattfindet. Besonders bekannt ist der Markt für seinen traditionellen Blumenmarkt (Marché aux Fleurs)) auf dem malerischen Place de l’Hôtel-de-Ville. Neben farbenfrohen Blumenständen findest Du hier auch viele regionale Produkte und kannst das typisch französische Marktleben hautnah erleben.

Wer gerne über Märkte schlendert, lokale Spezialitäten entdeckt und das authentische Frankreich kennenlernen möchte, sollte einen dieser beiden Märkte fest einplanen. 

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Die bekanntesten Hauptgerichte

Ficelle Picarde gehört zu den bekanntesten Gerichten der Region. Dabei handelt es sich um einen dünnen Pfannkuchen, der mit gekochtem Schinken, einer würzigen Pilzfüllung und Crème fraîche gefüllt wird. Anschließend wird er mit Käse bestreut und goldbraun überbacken. Ein herzhaftes Wohlfühlgericht, das auf vielen Speisekarten zu finden ist.

Eine weitere Spezialität ist die Flamiche aux Poireaux. Die herzhafte Lauchtarte erinnert an eine Quiche, wird jedoch traditionell besonders großzügig mit gedünstetem Lauch, Sahne und Butter zubereitet. Das Ergebnis ist ein wunderbar cremiger Genuss mit feinem Laucharoma.

Als besondere Delikatesse gilt das Agneau de la Baie de Somme, das Salzwiesenlamm aus der Somme-Bucht. Die Tiere grasen auf den salzhaltigen Wiesen entlang der Küste und entwickeln dadurch ein besonders zartes Fleisch mit einem unverwechselbaren, leicht würzigen Aroma. Für viele Feinschmecker zählt es zu den besten Lammgerichten Frankreichs. 

Käse und Süßspeisen

Die Picardie hat nicht nur herzhafte Spezialitäten zu bieten, sondern auch einige kulinarische Klassiker, die weit über die Region hinaus bekannt geworden sind.

Maroilles gehört zu den berühmtesten Käsesorten Nordfrankreichs. Der quadratische Weichkäse fällt sofort durch seine charakteristische rote Rinde und sein kräftiges Aroma auf. Was zunächst sehr intensiv wirkt, entpuppt sich beim Probieren als überraschend ausgewogen. Besonders beliebt ist Maroilles pur auf frischem Baguette oder als Hauptzutat der traditionellen Tarte au Maroilles, bei der der Käse geschmolzen auf einem Hefeteigboden serviert wird.

Wer es süß mag, sollte unbedingt den Gâteau Battu probieren. Der hohe Hefekuchen erinnert optisch ein wenig an einen Brioche. Durch den außergewöhnlich hohen Anteil an Eigelb und Butter erhält er seine leuchtend gelbe Farbe sowie eine besonders lockere und luftige Konsistenz. Perfekt zum Nachmittagskaffee oder als süßer Abschluss eines Menüs.

Weltberühmt ist auch die Crème Chantilly, die ihren Ursprung im Schloss Chantilly hat. Die gesüßte und luftig aufgeschlagene Sahne wird traditionell zu frischen Früchten, Gebäck oder Desserts serviert und gehört heute zu den bekanntesten französischen Spezialitäten überhaupt. Wer einmal eine frisch zubereitete Crème Chantilly probiert hat, versteht schnell, warum sie ihren Siegeszug um die ganze Welt antreten konnte. 

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Getränke in der Picardie

Die Küche der Picardie ist herzhaft, bodenständig und eng mit der Landwirtschaft der Region verbunden. Das spiegelt sich auch bei den Getränken wider. Da es hier kaum Weinberge gibt, spielen Äpfel, Birnen und Getreide die Hauptrolle. Entsprechend gehören Cidre, Bier und regionale Fruchtgetränke zu den typischen Begleitern der lokalen Spezialitäten.

Cidre de Picardie

Der Cidre de Picardie wird aus regionalen Äpfeln hergestellt und gilt als etwas herber und trockener als sein berühmter Verwandter aus der Normandie. Mit seiner feinen Kohlensäure passt er hervorragend zu herzhaften Gerichten wie der Ficelle Picarde oder zu würzigem Käse.

Bière de Picardie

Die Nähe zur traditionsreichen Bierregion Nordfrankreich hat auch in der Picardie eine lebendige Braukultur entstehen lassen. Besonders beliebt sind obergärige Bières de Garde, die oft malzig, aromatisch und angenehm kräftig ausfallen. Daneben findet man zahlreiche kleine Brauereien, die regionale Spezialitäten herstellen.

Poiré

Poiré ist ein eleganter Schaumwein aus Birnen, der vor allem im Pays de Bray produziert wird. Sein fruchtiges Aroma und die feine Perlage machen ihn zu einer interessanten Alternative zu Champagner oder Crémant. Besonders gut passt er zu festlichen Anlässen oder als Aperitif.

Picon-Bière

Wer im Norden Frankreichs unterwegs ist, begegnet früher oder später dem Picon-Bière. Für diesen beliebten Aperitif wird Bier mit einem Schuss Picon, einem bittersüßen Orangenlikör, verfeinert. Das Ergebnis ist ein erfrischendes Getränk mit einer angenehmen Bitternote.

Eine Flasche Picon, ein Glas mit Picon Bière und daneben eine Flasche Kölsch vor blauem Himmel.
Picon Bière

Alkoholfreie Spezialitäten

Frênette

Die Frênette gehört zu den fast vergessenen Spezialitäten der Region. Das leicht perlende Getränk wird traditionell aus Eschenblättern und Chicorée hergestellt und entwickelt durch eine natürliche Fermentation seinen charakteristischen Geschmack. Es ist ausgesprochen erfrischend und enthält nur sehr wenig Alkohol.

Jus de Rhubarbe

Rhabarber wächst in der Picardie besonders gut und findet sich daher auch im Getränkeglas wieder. Frisch gepresster und leicht prickelnder Rhabarbersaft ist vor allem an warmen Tagen ein beliebter Durstlöscher. Seine angenehme Säure sorgt für eine willkommene Erfrischung und macht ihn zu einer typischen regionalen Spezialität.

Biersorten aus der Oise

Das Département Oise im Norden Frankreichs blickt auf eine lange Brautradition zurück. Durch die enge historische und kulturelle Verbindung zu Flandern und Belgien haben sich hier vor allem obergärige Bierspezialitäten etabliert, die mit ihrem kräftigen Charakter und ihren vielfältigen Aromen überzeugen. Wer die Region besucht, entdeckt eine beeindruckende Auswahl handwerklich gebrauter Bières Artisanales – von malzig-würzigen Blond- und Ambrée-Bieren bis hin zu komplexen, aromatischen Spezialitäten mit belgischem Einfluss. Typisch für die Brauereien der Oise sind dabei hochwertige Zutaten, traditionelle Brauverfahren und eine große Leidenschaft für authentischen Biergenuss.

  • Bière Blonde / Triple: sind kräftige, meist helle Biere mit einem höheren Alkoholgehalt und einem vollmundigen, malzbetonten Geschmack. Trotz ihrer Stärke wirken sie oft angenehm ausgewogen und überzeugen mit einer feinen Süße sowie würzigen Aromen. Ein bekanntes regionales Beispiel ist das obergärige Silvanecte, das die lange Brautradition seiner Heimat auf besondere Weise widerspiegelt. (ein Triple der Brasserie Saint-Rieul aus Trumilly).
  • Bière Ambrée: ist die bernsteinfarbene Vertreterin der französischen Bierwelt. Durch die Verwendung stärker gerösteter Malze erhält sie ihre warme Bernsteinfarbe sowie ein vollmundiges Aroma mit Noten von Karamell, Brotkruste und einer dezenten Süße. Im Vergleich zu einem hellen Lager wirkt sie kräftiger und aromatischer, ohne dabei zu schwer zu werden. Besonders bekannt und in Frankreich weit verbreitet ist die Marke Gustave Ambrée, die diesen Bierstil sehr typisch repräsentiert. Brasserie Au Cœur du Malt in Verneuil-en-Halatte.
  • Bières au Miel (Honigbiere): sind eine regionale Spezialität, deren Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen. Schon damals wurde Honig gerne zum Brauen verwendet und verlieh dem Bier eine besondere Note. Diese Tradition wird in der Region bis heute gepflegt. So hat sich beispielsweise die Brasserie de Senlis auf die Herstellung von Bio-Bieren spezialisiert, die mit lokalem Blütenhonig gebraut werden. Das Ergebnis sind charaktervolle Biere mit feinen Honigaromen, die die lange Braugeschichte der Region auf moderne Weise fortführen.
  • Bière Blanche & IPA: spritzige Weizenbiere nach belgischem Vorbild, als auch moderne India Pale Ales mit ausgeprägten Hopfenaromen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Félicité IPA der Brauerei Brasserie Félicité, das mit seiner angenehmen Bitterkeit und fruchtigen Noten besonders bei IPA-Fans gut ankommt.
  • Bière Rebelle: ist eine in der Region fest verwurzelte Biermarke der Brasserie et Cidrerie de Milly im kleinen Ort Milly-sur-Thérain in der Picardie. Die Brauerei steht für handwerklich gebraute Biere mit regionalem Charakter und hat sich mit ihren Rebelle-Bieren weit über die Ortsgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Wer die Gegend besucht, trifft die Marke nicht nur in Restaurants und Bars, sondern auch auf vielen regionalen Veranstaltungen an. Damit steht Bière Rebelle exemplarisch für die lebendige Bierkultur Nordfrankreichs.  

Brasserie – Brauereien in der Region um Compiègne

In der Region um Compiègne und dem umliegenden Département Oise gibt es eine lebendige handwerkliche Brauereiszene, die stark von der nordfranzösischen Bierkultur geprägt ist. Viele dieser Mikrobrauereien (Brasseries Artisanales) nutzen regionale Rohstoffe und bieten Verkostungen oder Direktverkauf an.

Direkt in Compiègne und direkter Nachbarschaft

Wenn Du in Compiègne unterwegs bist und gerne regionale Biere probierst, findest Du in der Stadt und ihrer unmittelbaren Umgebung einige interessante Adressen. Von der sozialen Handwerksbrauerei bis zur Gasthausbrauerei mit frisch gezapftem Bier ist für Bierfreunde einiges dabei.

Brasserie Saint-Médard

Mitten im Zentrum von Compiègne liegt die Brasserie Saint-Médard. Die handwerklich arbeitende Brauerei verfolgt ein besonderes Konzept: Als sogenannte solidarische Brauerei schafft sie Arbeitsplätze für Menschen in schwierigen Lebenssituationen und setzt konsequent auf Mehrwegflaschen. Neben dem sozialen Engagement überzeugen vor allem die geschmackvollen, regional geprägten Biere.

Brasserie La Courtoise

Rund 15 Kilometer südlich von Compiègne befindet sich die familiengeführte Brasserie La Courtoise. Hier entstehen authentische Biere aus Malz und Hopfen der Region Hauts-de-France. Wer Wert auf lokale Zutaten und traditionelle Braukunst legt, sollte dieser Brauerei einen Besuch abstatten.

Les 3 Brasseurs

Im Gewerbegebiet von Jaux, direkt vor den Toren von Compiègne, findest Du Les 3 Brasseurs. Das Konzept verbindet Restaurant und Gasthausbrauerei: Die Biere werden direkt vor Ort gebraut und frisch vom Tank ausgeschenkt. Damit ist die Brauerei ein beliebter Anlaufpunkt für alle, die gutes Essen mit hausgebrautem Bier kombinieren möchten. 

Spannende Brauereien im Umland (Oise / Picardie)

Brasserie Au Cœur du Malt

Südwestlich von Compiègne, eingebettet in die waldreiche Landschaft des Halatte-Gebiets, befindet sich die Brasserie Au Cœur du Malt. Die Brauerei hat sich mit ihrer vollständig handwerklich hergestellten Bierlinie „Gustave“ einen Namen gemacht. Ob Blonde, Triple oder IPA – hier stehen traditionelle Brauverfahren und hochwertige Zutaten im Mittelpunkt. Wer tiefer in die Welt des Bierbrauens eintauchen möchte, kann nach vorheriger Anmeldung an einer Führung mit anschließender Verkostung teilnehmen.

Brasserie Saint-Rieul

Die Brasserie Saint-Rieul gehört zu den bekanntesten Handwerksbrauereien der Region. Auf dem Brauereihof in Trumilly werden Biere nach ökologischen Grundsätzen hergestellt. Besonders interessant ist das nachhaltige Kreislaufkonzept, bei dem Landwirtschaft und Brauereibetrieb eng miteinander verbunden sind. Die verschiedenen Bio-Biere können freitags und samstags direkt ab Hof erworben werden.

Petite Brasserie Picarde

Westlich von Compiègne liegt die Petite Brasserie Picarde. Die kleine Brauerei steht für charakterstarke Biere mit viel Persönlichkeit und zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die Braukunst der Picardie sein kann. Hier entstehen in überschaubaren Mengen kreative und individuelle Bierspezialitäten, die Bierliebhaber gerne entdecken.

Fazit

Die Brauereien rund um Compiègne sind ideale Ausflugsziele für alle, die regionale Spezialitäten schätzen. Von klassischen belgisch inspirierten Bierstilen über nachhaltige Bio-Biere bis hin zu kreativen Kleinserien gibt es in der Picardie viel zu entdecken – und natürlich zu probieren. 


Top-Destillerien in und um Compiègne

Wer bei Compiègne nur an Geschichte, Schlösser und Wälder denkt, verpasst eine spannende Seite der Region. Rund um die Stadt haben sich einige kleine, handwerklich arbeitende Brennereien etabliert, die Whisky, Gin und Rum-Spezialitäten mit viel Leidenschaft herstellen.

Distillerie Ergaster in Passel

Nur wenige Kilometer nördlich von Compiègne liegt die Distillerie Ergaster. Die kleine Brennerei gilt als erste zertifizierte Bio-Whisky-Destillerie der Picardie. Hier entstehen aus regional angebautem Malz charaktervolle Single Malts, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden.

Neben Whisky produziert die Destillerie auch Gin, für den unter anderem wilde Wacholderbeeren verwendet werden. Wer tiefer in die Welt der Destillation eintauchen möchte, kann an Führungen mit Verkostung oder sogar an Cocktail-Workshops teilnehmen.

Atelier de la Route du Rhum in Compiègne

Mitten in der Altstadt von Compiègne befindet sich das Atelier de la Route du Rhum. Zwar wird hier kein eigener Rum gebrannt, dafür entstehen aus hochwertigem Rhum Agricole kreative und aromatische Rhums Arrangés.

Frische Früchte, Kräuter und Gewürze verleihen den Spirituosen ihren individuellen Charakter. Besonders spannend sind die Workshops, bei denen Besucher ihren eigenen Rum zusammenstellen und mit nach Hause nehmen können.

Distillerie d’Hautefeuille in Beaucourt-en-Santerre

Etwas weiter entfernt, aber definitiv einen Ausflug wert, liegt die Distillerie d’Hautefeuille. Das familiengeführte Gut verbindet Landwirtschaft und Destillationskunst auf beeindruckende Weise und liegt ca. 25 km südöstlich von Amiens.

Der Whisky wird aus eigener Gerste hergestellt, während die Gins mit regionalen Botanicals wie Sanddornbeeren oder Holunderblüten verfeinert werden. Das Ergebnis sind hochwertige Spirituosen mit einem klaren Bezug zur Region und ihrem Terroir.

Mein Tipp

Wenn Du Dich für handwerklich hergestellte Spirituosen interessierst, lohnt sich ein Besuch bei einer dieser Destillerien. Gerade die Kombination aus regionalen Zutaten, traditionellen Herstellungsverfahren und persönlichen Einblicken macht den Reiz aus. Und wer weiß – vielleicht findest Du hier Deinen neuen Lieblings-Whisky, Gin oder Rum

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Restaurants in der Nähe von Compiègne 

Für die historische Region rund um Compiègne gibt es exzellente kulinarische Adressen, die von gemütlicher Regionalküche bis hin zu kreativer, moderner Gastronomie reichen.

Gehobene & Moderne Regionalküche (Locavore)

Restaurant Rhizome: Das Restaurant Rhizome gehört zu den kulinarischen Highlights in Compiègne. Mitten in der Stadt setzt das Team konsequent auf ein sogenanntes „Locavore“-Konzept und verarbeitet nahezu ausschließlich hochwertige Zutaten von Erzeugern aus der Region. Was gerade frisch verfügbar ist, bestimmt dabei die Speisekarte. Entsprechend wechselt das Angebot regelmäßig und orientiert sich an Saison, Markt und Ernte. Das sorgt nicht nur für Abwechslung, sondern auch für eine beeindruckende Frische und Qualität auf dem Teller. Wer regionale Küche auf hohem Niveau erleben möchte, ist hier genau richtig.

Les Ferlempins: Das Les Ferlempins gehört zu den angesagten Adressen für moderne Bistronomie. Hier kommen frische, saisonale Zutaten auf den Teller, die mit viel Kreativität und handwerklichem Können zubereitet werden. Die Gerichte überzeugen nicht nur geschmacklich, sondern sind auch optisch ein echter Hingucker. Das stilvolle, moderne Ambiente rundet das kulinarische Erlebnis ab und macht das Restaurant zu einer guten Wahl für Genießer, die Wert auf Qualität und Raffinesse legen

Traditionell Französisch & Rustikal

Bistrot du Terroir
Wenn Du die klassische französische Küche in ihrer ursprünglichen Form erleben möchtest, bist Du im Bistrot du Terroir genau richtig. In gemütlicher, rustikaler Atmosphäre kommen hier traditionelle Schmorgerichte, saftige Fleischspezialitäten und regionale Klassiker auf den Tisch. Besonders erfreulich: Die Qualität der Speisen steht in einem sehr guten Verhältnis zu den Preisen.

L’Entre-Mets
Das L’Entre-Mets überzeugt mit seinem charmanten, familiären Ambiente und einer regelmäßig wechselnden Speisekarte. Frische Zutaten und eine sorgfältige Zubereitung stehen hier im Mittelpunkt. Wer authentische französische Küche abseits der großen Touristenströme sucht, findet in diesem kleinen Restaurant eine hervorragende Adresse für einen genussvollen Abend. 

Besondere Atmosphäre & Umgebung

Le Repère: Das Le Repère punktet vor allem an sonnigen Tagen mit seiner traumhaften Lage direkt am Ufer der Oise. Auf der überdachten Terrasse lässt sich der Blick über den Fluss genießen, während eine bodenständige, hausgemachte Küche auf den Teller kommt. Ein schöner Ort für eine entspannte Mittagspause oder ein gemütliches Abendessen.

Auberge du Daguet: Die Auberge du Daguet im nahegelegenen Vieux-Moulin liegt idyllisch mitten im Wald und versprüht den Charme eines traditionellen Landgasthauses. Der Kamin sorgt an kühleren Tagen für eine gemütliche Atmosphäre, während die Küche mit regionalen Spezialitäten und gehobenen Gerichten überzeugt. Nach einem Besuch des beeindruckenden Schlosses Pierrefonds bietet sich hier eine genussvolle Einkehr geradezu an. 

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Picardie und dem Département Oise

Wann ist die beste Reisezeit für die Picardie?

Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und September. Im Frühjahr blühen viele Parks und Gärten, während der Sommer ideale Bedingungen für Ausflüge, Wanderungen und Restaurantbesuche auf den Terrassen bietet. Der Herbst begeistert mit bunten Wäldern rund um Compiègne und Pierrefonds.

Wie weit ist die Picardie von Paris entfernt?

Cuise-la-Motte liegt etwa 80 Kilometer nordöstlich von Paris. Mit dem Auto benötigt man je nach Verkehrslage rund 1 bis 1,5 Stunden. Dadurch eignet sich die Region hervorragend für einen Kurzurlaub oder einen Tagesausflug von Paris aus.

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in der Oise unbedingt besuchen?

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören das Château de Pierrefonds, das Château de Compiègne, die Gedenkstätte Clairière de l’Armistice, das mittelalterliche Städtchen Senlis und das prachtvolle Château de Chantilly.

Ist die Picardie für Wanderer geeignet?

Ja, die Region bietet zahlreiche Wanderwege durch den Wald von Compiègne, den Naturpark Oise-Pays de France und rund um Pierrefonds. Besonders beliebt sind die Allée des Beaux-Monts und die Wanderungen zu den gallorömischen Ruinen von Champlieu.

Kann man in der Picardie Fossilien finden?

Die Region rund um Cuise-la-Motte zählt zu den bedeutendsten Fossiliengebieten Frankreichs. Viele Fundstellen stehen heute jedoch unter Schutz. Wer mehr über Fossilien erfahren möchte, sollte an einer geführten Exkursion teilnehmen oder die Ausstellungen im Vivenel-Museum in Compiègne besuchen.

Welche Spezialitäten sollte man in der Picardie probieren?

Typische Gerichte sind Ficelle Picarde, Flamiche aux Poireaux und das berühmte Salzwiesenlamm aus der Somme-Bucht. Dazu passen regionale Getränke wie Cidre oder die charaktervollen Bières de Garde.

Gibt es schöne Märkte in der Region?

Ja, besonders empfehlenswert sind die Wochenmärkte in Compiègne, Pierrefonds, Senlis und Noyon. Dort findest Du regionale Produkte, Käse, frisches Gemüse und viele französische Spezialitäten direkt von den Erzeugern.

Lohnt sich die Picardie für einen Kurzurlaub?

Auf jeden Fall. Die Mischung aus Geschichte, Natur, Schlössern, kulinarischen Spezialitäten und der Nähe zu Paris macht die Region zu einem idealen Ziel für einen Kurztrip von vier bis sieben Tagen.

Ist die Picardie ein gutes Reiseziel für Familien?

Ja, Familien finden hier zahlreiche Ausflugsziele wie das Märchenschloss Pierrefonds, weitläufige Wälder, historische Dörfer, Bootsfahrten in Amiens und viele Möglichkeiten für Wanderungen und Picknicks in der Natur.

Was unterscheidet die Picardie von der Normandie?

Während die Normandie vor allem für ihre Küste, die Landungsstrände und den Calvados bekannt ist, punktet die Picardie mit beeindruckenden Kathedralen, ausgedehnten Wäldern, historischen Schlössern, Fossilienfundstätten und deutlich weniger Touristen. Dadurch wirkt die Region oft ursprünglicher und entspannter. 

FAQ – häufig gestellte Fragen

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