Sharbat (oder Scharbat) ist viel mehr als nur ein Erfrischungsgetränk – es ist ein Stück flüssige Kulturgeschichte. Man könnte es als den ersten „Softdrink“ der Welt bezeichnen.
Die Geschichte des Sharbat
Von persischen Palästen in die ganze Welt.
Das Wort „Sharbat“ stammt vom arabischen Wort shariba („trinken“) ab. Es ist die Wurzel für viele Begriffe, die wir heute kennen, wie Sorbet oder Sirup.
Ursprung in Persien
Die Wiege des Sharbats liegt im antiken Iran (Persien). Dort mischte man schon vor Jahrtausenden Fruchtsäfte, Kräuterextrakte und Blütenessenzen mit Honig oder Zucker.
Das Besondere am Sharbat war die Kühlung. Schon lange vor der Erfindung des Kühlschranks nutzten die Perser sogenannte Yakhchals (Eishäuser), um Schnee und Eis aus den Bergen bis in den Sommer hinein zu lagern. Ein eiskaltes Sharbat galt als höchster Luxus.
Die Reise nach Indien
Die Mogulkaiser brachten das Getränk im 16. Jahrhundert nach Indien. Legenden besagen, dass Kaiser Babur Boten aussandte, um Eis aus dem Himalaya herbeizuschaffen, nur damit sein Sharbat die perfekte Temperatur hatte.
Heilkunde
Ursprünglich wurde Sharbat oft von Ärzten (Hakims) als Medizin verschrieben, um den Körper bei Hitze zu kühlen oder die Verdauung anzuregen.
Es gibt unzählige Varianten – mit Zitrone, Basilikumsamen, Hibiskus oder Sandelholz. Eines der beliebtesten und einfachsten Rezepte für zu Hause ist das Rosen-Sharbat. Es wirkt wunderbar kühlend und duftet herrlich.
Tipp
Wenn du es weniger blumig magst, probier mal Sekanjabin – das ist eine der ältesten persischen Varianten. Dafür wird ein Sirup aus Essig, Zucker und viel frischer Minze gekocht. Es klingt ungewöhnlich, ist aber an heißen Tagen die ultimative Erfrischung!
Man nehme
500 ml kaltes Wasser (oder Milch für eine cremigere Version)
3-4 EL Rosensirup (gibt es im türkischen oder indischen Supermarkt)
1 EL frischer Zitronensaft (balanciert die Süße perfekt aus)
1 TL Basilikumsamen (auch Sabja oder Tukmaria genannt – optional, aber sehr authentisch)
Eiswürfel (reichlich)
Frische Minze oder essbare Rosenblüten zur Dekoration
Falls du Basilikumsamen verwendest, weiche sie für etwa 10–15 Minuten in etwas Wasser ein, bis sie aufquellen und eine geleeartige Hülle bilden.
Gib den Rosensirup in einen Krug und gieße das kalte Wasser (oder die Milch) auf. Rühre gut um, bis sich alles verbunden hat.
Gib den Zitronensaft hinzu. Er sorgt dafür, dass das Getränk nicht zu „pappig“ süß schmeckt.
Rühre die eingeweichten Basilikumsamen unter.
Garnieren & Servieren
Fülle Gläser mit reichlich Eiswürfeln, gieße das Sharbat darüber und dekoriere es nach Belieben mit Minze oder Blüten.

Bildquelle: Das Bild wurde mit KI erstellt. https://creator.nightcafe.studio/ „A glass of vibrant, jewel-toned sharbat, glistening with condensation, sits on a sun-drenched marble surface. Delicate ice shards float within the amber liquid, garnished with fresh mint leaves and a thin slice of citrus. The scene is artfully captured in a hyperrealistic, studio-lit product photography style, focusing on the refreshing textures and luminous colors. Soft, inviting lighting highlights the liquid’s transparency and the subtle condensation.”
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